Spielberichte 1. Mannschaft - Saison 2011 / 2012  (Quelle: rhein-zeitung.de)




Lohmeier tritt in Wied zurück

Fußball - Marco Lohmeier ist nicht mehr Trainer des Fußball-B-Ligisten TuS Wied. Der Neunkhausener, der das Amt erst Anfang Oktober von Hansel Born übernommen hatte, gab "unterschiedliche Philosophien hinsichtlich der Spielweise zwischen einem Teil der Mannschaft und mir" als Grund für seinen Rücktritt an. Nun muss der Vereinsvorsitzende Klaus Martin für die restlichen neun Spiele der Saison die Nachfolge regeln. In der nächsten Spielzeit kehrt Deniz Sakalakoglu, derzeit Torhüter des SC Berod-Wahlrod, als Spielertrainer nach Wied zurück.


SC Berod-Wahlrod verteidigt seinen Titel in Rennerod

Hallenfußball - Der nunmehr vierte Irmtrauter Hallen-Cup fand wieder in der Renneroder Dreifachhalle statt und präsentierte guten Seniorenfußball. In einem packenden Finale zweier Bezirksligisten hatten die Spieler aus Berod-Wahlrod die Nase vorne. Sie bezwangen die SG Guckheim/Kölbingen nach einem 3:3 mit 5:4 im Neunmeterschießen und wiederholten ihren Vorjahreserfolg. Zuvor schlugen sie im Viertelfinale die Heimmannschaft aus Rennerod klar, und Guckheim warf danach die Mannschaft des Veranstalters SG Irmtraut/Seck aus dem Rennen. Dessen Torwart Matthias Schön äußerte sich dennoch zufrieden:"Wir hatten hier nichts zu verlieren, und es ist toll, auch gegen Mannschaften aus Hessen hier spielen zu können."

Der C-Ligist Stockum-Püschen bezwang die SG Kirburg/Hof deutlich mit 5:1 Toren, und der FC Emmerichenhain erspielte sich den Einzug ins Halbfinale mit einem 3:0 gegen den TuS Driedorf.

In den Halbfinalspielen ließen die beiden Bezirksligisten wie erwartet nichts anbrennen. Trotz tapferer Gegenwehr unterlagen Emmerichenhain und Stockum-Püschen in spannenden Begegnungen. René Baumann aus Stockum sagte nach dem Ausscheiden: "Wir spielen zwar nur in der C-Klasse, kamen aber mit Herzblut über den ersten Spieltag hinaus."

Bei der guten Qualität der Begegnungen fragte sich schon mancher Spieler, warum nicht mehr Zuschauer diesem spannenden Turnier beiwohnten, zumal die Halle gut geheizt war.

Im Spiel um Platz drei setzte sich Stockum-Püschen mit 3:1 Toren gegen Emmerichenhain durch. Der Höhepunkt des Turniers war dann zweifelsfrei das Finale. Nach den regulären zwölf Minuten Spielzeit stand es 3:3 und es ging erstmals zum Neunmeterschießen. Mario Wasna, Spielführer der SG Guckheim/Kölbingen, wurde später als Torschützenkönig geehrt und berichtete: "Wir sind leider nur mit fünf Spielern hier angereist, es ist ein schönes Turnier." Alexander Schneider aus Berod erklärte: "Guckheim ist in der Liga noch vor uns, wir haben schon zweimal gegeneinander gespielt und nicht gewonnen. Aber wir sollten das heute mit der Titelverteidigung schon packen."

Episode am Rande: Die Trainer der Finalisten heißen beide Schäfer. Die Zwillingsbrüder spielen selbst aktiv in ihren Mannschaften, verwandelten jeweils ihre Neunmeterschüsse und belegten die Plätze zwei und drei in der Torschützenliste. Die Titelverteidiger entschieden den Krimi letztendlich mit 8:7 Treffern für sich. Zudem erhielten sie bei der späteren Siegerehrung für 52 erzielte Tore den Pokal für die offensivste Mannschaft. Thomas Schäfer nahm den Wanderpokal entgegen und fasste zusammen: "Es war ein optimales Turnier, es machte Spaß in der Halle und war allemal besser, als draußen zu spielen." Sein Zwillingsbruder Stefan klatschte ihn fair ab und verwies aufs nächste Jahr: "Dann sind wir dran."



Hachenburger Pils Cup 2012



Hammerleistung: Überraschungsfinalist Berod-Walrod mit dem 2. Platz.
Hier bei der Siegerehrung.



 SC Berod-Wahlrod gleicht spät aus

Bezirksliga Ost - Ein vor allem in der Schlussphase spannendes Spiel sahen 70 Zuschauer beim 2:2 (0:1) zwischen der SG Westerburg/Gemünden und dem SC Berod-Wahlrod in der Bezirksliga Ost.

Beide Teams hatten in der Anfangsphase mit den widrigen Platzverhältnissen zu kämpfen, die einen geordneten Spielaufbau nur selten aufkommen ließen. Die erste Möglichkeit bot sich den Gastgebern, Björn Webers Distanzschuss strich aber am Beroder Kasten vorbei (12.). Im weiteren Verlauf blieb die Partie ausgeglichen, wobei sich die Gäste als sehr effektiv erwiesen. Einen tollen Steilpass von Timo Land verwertete Berod-Wahlrods Spielertrainer Thomas Schäfer aus zwölf Metern eiskalt zur 1:0-Führung (28.).

Die SG Westerburg/Gemünden ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und erarbeitete sich nach dem Rückstand Feldvorteile, während das Schäfer-Team auf Konter lauerte. David Gläser (32.) und Kai Beutgen (38.) scheiterten für den Neuling jeweils aus aussichtsreicher Position, sodass die Gäste die Führung in die Pause retten konnten.

Im zweiten Spielabschnitt übernahm der SC Berod-Wahlrod dann das Kommando, kam offensiver aus den Kabinen und dominierte die Partie über weite Strecken. "Wir sind gut aus der Pause gekommen", bilanzierte Thomas Schäfer nach Spielende, "haben aus unserer Überlegenheit nach dem Seitenwechsel aber keinen Nutzen gezogen und nicht mit dem 2:0 nachgelegt. Dann hätten wir das Spiel wohl gewonnen."

In der Tat schien seine Mannschaft dem zweiten Treffer näher als die Gastgeber dem Ausgleich, ließ aber einige gute Torgelegenheiten liegen. Bei der heimischen SG fehlte in dieser Phase der letzte Biss, um gegen die kampfstarken Beroder zum Zuge zu kommen. Das sollte sich in der 72. Minute ändern, als sich SG-Spielertrainer Oliver Meuer selbst einwechselte. Plötzlich ging ein Ruck durch sein Team, mit einem Male war eine völlig andere Körpersprache erkennbar. So wurde Meuers Freistoß in der 78. Minute zunächst abgefälscht, den Abpraller verwertete Matthias Wengenroth entschlossen zum 1:1-Ausgleichstreffer.

Dies war der Auftakt zu einer fulminanten Schlussphase, in der sich keines der beiden Teams mit dem Unentschieden zufrieden geben wollte.

Die Gastgeber, nach dem Ausgleichstor im Aufwind, legten dann in der 82. Minute den zweiten Treffer nach, als Björn Weber aus kurzer Entfernung in das Beroder Tornetz traf.

Aber der SC Berod-Wahlrod steckte nicht auf. Im Strafraumgetümmel behielt der eingewechselte Mario Pavelic die Übersicht und legte für Thomas Schäfer mustergültig auf. Schäfer ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und schob den Ball routiniert ins Westerburger Gehäuse, zu einem insgesamt gerechten Unentschieden.

"Nach schlechtem Start in der zweiten Hälfte haben wir das Spiel gedreht", erklärte Oliver Meuer, "waren dann aber zu naiv, um die drei Punkte festzuhalten."


 Müller, Land und Schäfer treffen bei Berods Kantersieg jeweils doppelt

Fußball-Bezirksliga Ost - In der Fußball-Bezirksliga Ost landete der SC Berod-Wahlrod einen souveränen 6:0 (2:0)-Kantersieg über die DJK Neustadt/Fernthal. Bei Berod trugen sich gleich drei Akteure doppelt in die Torschützenliste ein, während auf Seiten der Gäste zwei Spieler des Feldes verwiesen wurden.

Nachdem Maximilian Stopperich in der vierten Minute nach Hakan Yacicis Vorarbeit eine frühe Führung für Fernthal vergab, spielte anschließend nur noch Berod. Schon in der sechsten Minute gelang Martin Müller mit einem sehenswerten Seitfallzieher zum 1:0 das schönste Tor des Tages.

 

Schlüsselszene für den weiteren Verlauf der Partie war die Gelb-Rote Karte gegen Maximilian Stopperich (21.) wegen wiederholten Foulspiels. In Unterzahl war Fernthal nicht mehr in der Lage, den groß aufspielenden Berodern Paroli zu bieten. Diesen gelang noch vor der Pause das 2:0. Nach einem weiten Einwurf ließ die DJK-Abwehr Timo Land zum Schuss kommen. Torwart Tobias Buslei konnte abwehren, gegen Lands Nachschuss war er aber machtlos (40.).

Das Schlusslicht versuchte es nach dem Seitenwechsel mit einer taktischen Umstellung. Florian Wirths ging in die Spitze, doch die mutige Maßnahme blieb ohne Wirkung. Im Gegenteil, die torhungrigen Beroder gaben sich nicht mit der Verwaltung des Resultats zufrieden, sondern griffen unermüdlich an. Mit Erfolg, denn in der 53. Minute holte Thomas Schäfer einen Elfmeter gegen Nicolay Dinspel heraus, den der Beroder Spielertrainer dann auch gleich selbst überlegt zum 3:0 verwandelte.

In der 59. Minute zeigte Berod erneut, wie man in Überzahl spielt. Schäfer und Land hebelten die Fernthaler Abwehr mit einem gekonnten Doppelpass aus, und Land schloss zum 4:0 ab. Auch das 5:0 entsprang einem mustergültigen Angriff. Verteidiger Ugur Ünal flankte von links und Müller überwand Buslei mit einem gefühlvollen Kopfball (67.).

 

Bei den bedauernswerten Fernthalern flog in der 78. Minute auch noch Simon Kick vom Platz. Zwar war sein Foul am eingewechselten Mario Pavelic keineswegs brutal, vereitelte allerdings eine klare Torchance. Neun Fernthaler mussten dann in der Schlussminute noch das 6:0 durch Schäfer nach Zuspiel von Müller hinnehmen.

"Ich freue mich, dass wir bis zum Schluss konzentriert gespielt haben. Auch nach unserer klaren Führung haben wir uns weiter mit Erfolg bemüht, guten Fußball zu spielen", erklärte Schäfer hinterher zufrieden.

 


SG Guckheim gleicht ganz spät aus

Bezirksliga Ost - In der Bezirksliga Ost trennten sich die SG Guckheim/Kölbingen und der SC Berod-Wahlrod in einem bis zum Schluss spannenden Spiel mit 2:2 (1:1).

Die brüderliche Punkteteilung im Duell der Schäfer-Zwillinge war für Thomas mit seinem Gästeteam äußerst unglücklich, denn der SC Berod-Wahlrod führte bis in die Nachspielzeit mit 2:1 und war dem Auswärtssieg sehr nahe. "Das war für uns heute eine gefühlte Niederlage", meinte der sehr enttäuschte Beroder Spielertrainer nach Spielende. "Mir tut meine Mannschaft leid. Wir haben toll gekämpft, alles gegeben und kassieren dann in der meiner Meinung nach zu langen Nachspielzeit per Handelfmeter den Ausgleich."

In der kampfbetonten, aber jederzeit fairen Partie prüften zunächst Berods Martin Müller den Guckheimer Schlussmann Lars Henning (16.) und auf der Gegenseite Guckheims Spielertrainer Stefan Schäfer den Beroder Keeper Deniz Sakalakoglu (18.), ehe Michael Sehner einen schönen Freistoß von Stefan Schäfer zur Guckheimer Führung ins Netz köpfte (20.). Die Gäste zeigten sich aber keinesfalls geschockt, sondern konnten bereits fünf Minuten später den Ausgleichstreffer markieren, als Justin Keeler einen zuvor von Henning abgewehrten Ball ins Guckheimer Tornetz donnerte.

In der zweiten Hälfte spielte sich das Geschehen überwiegend im Mittelfeld ab, beide Teams schenkten sich nichts. In der 63. Minute zirkelte Stefan Schäfer einen schönen Freistoß aus 20 Metern nur knapp über das Gästegehäuse und scheiterte in der 74. aus guter Schussposition. In der spannenden Schlussphase bauten dann die Gäste mehr Druck auf, vergaben aber eine Riesengelegenheit, als Alexander Schneider aus kurzer Entfernung nur die Torlatte traf (78.). Zwei Minuten später klingelte es aber dann doch im Guckheimer Gehäuse. Thomas Schäfer sorgte persönlich für die Führung seines Teams, als er aus etwa elf Metern den Ball zum zweiten Mal im SG-Gehäuse versenkte. (80.). "Nach dem Führungstreffer haben wir es versäumt, mit einem dritten Treffer nachzulegen", haderte der Torschütze später, "und dann werden wir durch unglaubliches Pech auch noch bestraft." Die Gastgeber stemmten sich den letzten Minuten mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Als aber zwei Spieler eine gefährliche Hereingabe von Niclas Schneider verpassten, schien diese nicht mehr zu verhindern. Erst Michael Sehner erlöste das Team von Stefan Schäfer mit einem verwandelten Handelfmeter in der Nachspielzeit. Entsprechend zufrieden war der Guckheimer Spielertrainer:"Wir haben nach der Gelb-Roten Karte für Nils Fröhlich über 25 Minuten in Unterzahl gespielt und hervorragend gekämpft. Meine Mannschaft hat sich diesen Punkt verdient, auch wenn er glücklich zustande kam."


Beroder fühlen sich um Punkt in Weitefeld betrogen

Fußball-Bezirksliga Ost - Beim späten 2:1 (0:0)-Erfolg der SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald über den SC Berod-Wahlrod in der Fußball-Bezirksliga Ost sorgte Weitefelds Siegtreffer für Diskussionen. Dennoch war der Sieg der SG nicht unverdient, wie auch Berods Spielertrainer Thomas Schäfer trotz allem Ärger zugab. "Aber dem Tor ging ein klares Foul voraus. Wenn das sogar die Gegenspieler sehen und zugeben, aber der Schiedsrichter nicht, ist das ganz bitter. Der Schiedsrichter sollte das Spiel leiten, nicht entscheiden."

Dass der Ball im Tor war, war das Klarste an dieser Situation in der 88. Minute. Wie er dort hingekommen war, war weitaus schwerer zu beurteilen. Der Reihe nach: Einen weiten Ball spielte Kevin Lopata weiter auf Joshua Weller. Die Direktabnahme des SG-Stürmers schien Michael Kleinhenz wenige Meter vor dem Tor zunächst zu verstolpern. Doch Kleinhenz setzte nach - und nun wurde es unübersichtlich: "Timo Jakobi will den Ball klären, kann das aber nicht, weil ihm ein Mitspieler von hinten in die Beine fällt, und der wurde von Weitefeld-Stürmer Lopata geschubst", schilderte Schäfer seine Sicht der Dinge. Weitefelds Trainer Volker Heun gab zu, die Situation nicht genau gesehen zu haben. "Es ist immer glücklich, wenn man zwei Minuten vor Schluss das Siegtor macht. Ich kann den Ärger der Beroder verstehen. Dabei sollten sie aber nicht vergessen, dass wir die klareren Chancen hatten."

Nicht nur qualitativ, auch quantitativ war Weitefeld dem Gast deutlich überlegen gewesen, vom sonst so gefährlichen SC-Stürmer Schäfer war bis auf eine Szene (9.) wenig zu sehen. Und das, obwohl Berod die Gastgeber zunächst mit aggressivem Pressing früh unter Druck setzte. Danach kam die SG besser ins Spiel, Lopata vergab die erste Chance (19.). Trotz weiterer Möglichkeiten durch Kleinhenz (25.) und Julian Aguilar (34.) agierte Weitefeld bis zum Strafraum zwar spielerisch gefällig, beim letzten Pass fehlte aber die Konzentration. Die bewies Torwart Sören Trippler, als er einen Schuss von Timo Land spät sah, aber gut hielt (44.).

In der zweiten Hälfte passierte lange Zeit wenig, ehe Kleinhenz nach Eckballvariante an die Latte schoss und Aguilar den Nachschuss knapp verzog (71.). Noch knapper war es im Gegenzug: Schäfers Flachschuss flog um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (72.). Schnell und schön gemacht das 1:0 für Weitefeld: Abschlag Trippler, gute Ballannahme Lopata, Doppelpass mit Joshua Weller, und Lopata vollendete (74.). Berod stellte sofort um, Dennis Hähr ging mit nach vorne und nutzte einen Trippler-Abpraller zum 1:1 (77.).

Doch Weitefeld schlug mit dem Selbstvertrauen und dem Glück eines Teams, das oben steht, zurück und hätte mit dem leichtfertig vergebenen Konter Sekunden vor dem Ende (90.+1, Weller) die Diskussionen um das 2:1 zumindest ein wenig verstummen lassen können.


SC Berod deklassiert den Spitzenreiter aus Neitersen

Fußball-Bezirksliga Ost - Im Derby der Fußball-Bezirksliga Ost gewann der SC Berod/Wahlrod überraschend deutlich mit 3:0 (0:0) gegen die restlos enttäuschende SG Neitersen/Altenkirchen. Diese Niederlage bedeutet für die Gäste gleichzeitig den Verlust der Tabellenführung.

Beide Teams hatten am vergangenen Spieltag derbe Heimniederlagen einstecken müssen. Aber während Berod eine positive Reaktion zeigte, versagte Neitersen auf ganzer Linie. Berod stand sofort unter Volldampf, bestimmte das Geschehen fast nach Belieben und ging folgerichtig nach 24 Minuten in Führung. Wieder einmal war es Spielertrainer Thomas Schäfer, der sich nach einem Freistoß aus der eigenen Hälfte im gegnerischen Strafraum durchsetzte und Jan Humberg im SG-Tor mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:0 keine Chance ließ.

Der gut aufgelegte Schäfer holte nach einer halben Stunde gegen Johannes Enke einen Elfmeter heraus, den er selbst sicher zum 2:0 verwandelte. Am 3:0 in der 37. Minute war Schäfer dann ausnahmsweise nicht beteiligt. Martin Müller fasste sich gegen seine alten Kameraden ein Herz, zog am linken Flügel unwiderstehlich auf und davon und überwand den bedauernswerten Humberg mit einem weiteren Schuss ins lange Eck.

Im zweiten Abschnitt hatte Neitersen zwar mehr Ballbesitz, dennoch lag ein Ehren- oder gar ein Anschlusstor nicht in der Luft. Berod beschränkte sich jetzt weitgehend auf die Verwaltung des Vorsprungs, hätte jedoch durch Schäfers Solo in der 50. Minute nachlegen müssen, aber der Torjäger scheiterte alleine vor Humberg.

Neitersen rundete seine indiskutable Vorstellung mit einem Platzverweis in der 68. Minute ab. Carsten Rein, der erst zwei Minuten zuvor Glück gehabt hatte, dass er wegen einer versuchten Tätlichkeit nur verwarnt worden war, meckerte mit Schiedsrichter Richard Kochanetzki und sah die Gelb-Rote Karte.

Neitersens Trainer Torsten Gerhardt saß nach dem Schlusspfiff deprimiert auf der Trainerbank und klagte: "Ich bin jetzt schon längere Zeit als Trainer unterwegs, aber eine so schlechte Leistung musste ich noch nie kommentieren. Uns fehlte von der ersten bis zur letzten Minute die richtige Einstellung. Da lohnte es nicht einmal, in der Kabine zur Halbzeit laut zu werden. Wir müssen die Ereignisse jetzt aufarbeiten." Thomas Schäfer dagegen gab den Strahlemann: "Ich hatte meinen Jungs gesagt, sie sollen sich freuen, bei solch herrlichem Wetter gegen den Spitzenreiter ein Derby bestreiten zu dürfen und das Spiel genießen. Das haben wir getan. Wir haben über 90 Minuten Engagement gezeigt. Die Mannschaft konnte heute sehen, was bei Ausschöpfung unserer Möglichkeiten alles machbar ist."


Herdorfer nutzen ihre Chancen konsequent aus

Fußball-Bezirksliga Ost - Die SG Herdorf hat das Lokalduell der Fußball-Bezirksliga Ost beim SC Union Berod-Wahlrod hochverdient mit 6:0 (2:0)-Toren für sich entschieden. Damit schossen sich die Gäste für das folgende Derby gegen Weitefeld warm.

Die Herdorfer nutzten ihre Chancen konsequent aus, bereits in der vierten Minute markierte Spielertrainer Andreas Krämer per Freistoß aus knapp 22 Metern die Führung. Herdorf war gleich gut in der Partie, während die Gastgeber wie so oft die Anfangsphase verschliefen. Erst nach einer Viertelstunde kam der SC besser ins Spiel. In der 19. Minute hatte Spielertrainer Thomas Schäfer den Ausgleich auf dem Fuß, aber der junge Marvin Scherreiks im Gästetor parierte glänzend. Zehn Minuten später bekamen die Gastgeber nach einer Ecke den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Sascha Cichowlas köpfte auf Steffen Busch, dessen Volleyschuss konnte SC-Torwart Deniz Sakalakoglu zwar noch parieren, aber den Abpraller köpfte Herdorfs zweiter Spielertrainer, Dirk Spornhauer, über die Linie.

In der 37. Minute vergab SC-Stürmer Mario Pavelic die Riesenchance zum Anschlusstreffer, als er nach Pass von Schäfer frei durch war und sich die Ecke aussuchen konnte, den Ball aber an die Latte drosch. Zwei Minuten später prallten Herdorfs Joscha Vetter und Berods Timo Jakobi mit den Köpfen zusammen, Vetter musste mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus.

Nur drei Minuten nach der Pause entschieden die Gäste die Partie dann endgültig: Nach einem Freistoß von Spornhauer aus der eigenen Hälfte lief Dennis Stinner völlig unbedrängt in den Strafraum und köpfte den Ball ins lange Eck. Zehn Minuten später machte Stinner seinen zweiten Treffer, nachdem bei einem Zweikampf mit Scherreiks die Beroder Timo Land und Dennis Hähr gegeneinander prallten und verletzt liegen blieben. Diese Aktion brachte Berods Spielertrainer Schäfer in Rage: "Hier wird die Fairness mit Füßen getreten, da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn sie das Tor schon schießen, sollten sie uns auch eines schenken."

In der Schlussphase machten dann Steffen Busch (80.) und Kenny Scherreiks (87.) das halbe Dutzend noch voll. Nach dem Abpfiff meinte Schäfer: "Der einzige Vorwurf an die Mannschaft ist der, dass wir uns haben abschlachten lassen. Ein Sechs-Tore-Unterschied war nicht zu erkennen, in der ersten Halbzeit waren wir besser und haben die Dinger nicht reingemacht." Herdorfs Spielertrainer Krämer war zufrieden: "Wir standen heute hinten bärenstark und hatten die gute Offensive der Gastgeber im Griff. Die frühen Treffer in beiden Halbzeiten waren der Knackpunkt. Beim Lattentreffer hatten wir Glück und haben unsererseits die Chancen super genutzt."


Berod verpasst Sieg in Bruchertseifen knapp

Fußball-Bezirksliga Ost - Das Derby in der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen der SG Bruchertseifen/Eichelhardt und dem SC Berod-Wahlrod hatte gestern Abend keinen Sieger. Den Gästen fehlte am Ende nur eine Minute für den nächsten Dreier, sie mussten sich beim 1:1 (0:0) mit einem Punkt begnügen. Spielertrainer Thomas Schäfer ärgerte sich: "In letzter Minute dürfen wir uns kein Kontertor fangen. Bis dahin haben wir sehr gut gestanden, nichts zugelassen." SG-Trainer Marc Odink stellte fest: "Das Ergebnis ist am Ende gerecht."

Die Gastgeber wollten die Partie aufgrund von Spielermangel eigentlich verlegen, doch die Beroder stimmten dem kurzfristigen Gesuch am Donnerstagnachmittag nicht zu. Dennoch stellte die SG noch elf Bezirksliga-Spieler in die Startelf, auf der Ersatzbank sah es allerdings schon anders aus. So musste sich Trainer Odink - früher als Torhüter in niederländischen Jugendauswahlteams aktiv - als Ersatz für Schlussmann Marc Schuster bereithalten. Stammtorwart Ralf Schupp war nach seiner Verletzung vom vergangenen Wochenende aber schon wieder unter den Zuschauern.

Gemeinsam mit den rund 100 Betrachtern der Partie bekam Schupp allerdings zunächst wenig Sehenswertes geboten. Beide Mannschaften taten sich schwer, Berod agierte zumindest leicht feldüberlegen. Die beste Chance der ersten Hälfte bot sich dann auch den Gästen. Spielertrainer Thomas Schäfer startete einen Sololauf und setzte 15 Meter vor dem Tor zu einem Schuss an, doch der war nicht hart genug und für Schuster kein Problem.

Erst nach der Pause kamen dann auch die Gastgeber zu ihrer ersten Gelegenheit: Tim Steinhauer köpfte nach einer Ecke aufs Tor, den Ball holte ein Abwehrspieler von der Linie (48.).

Als sich Schäfer dann in der 64. Minute den Ball 27 Meter vor dem Tor zum Freistoß zurechtlegte, stellte Schuster am rechten Pfosten stehend seine Mauer. Der Beroder Spielertrainer hob den Ball umgehend über die Mauer in die andere Torecke. Die Gäste jubelten, Bruchertseifen protestierte und Schiedsrichter Florian Ochs zeigte zum Mittelkreis - 0:1. SG-Trainer Odink meinte dazu: "Das war clever, so muss man das machen."

Chancen ergaben sich auch in der Folge kaum, einen Schuss von Viktor Kuhfeld klärte die SG zur Ecke (79.). Als die Gäste den Dreier schon sicher wähnten, schlugen die Gastgeber in der Schlussminute doch noch zurück: Luan Muriqi ließ bei einem Konter am rechten Flügel alle stehen und lupfte den Ball über Torwart Deniz Sakalakoglu hinweg zum 1:1 ins Netz. Spielertrainer Schäfer kritisierte: "Wir hätten mehr Tore schießen müssen. Aber wir sind jetzt acht Spiele ungeschlagen."



Berod verschenkt den möglichen Dreier

Fußball-Bezirksliga Ost - In einem äußerst unterhaltsamen Spiel der Fußball-Bezirksliga Ost trennten sich der SC Berod-Wahlrod und die SG Nievern 2:2 (1:0). Unglücksrabe des Tages war Berods Spielertrainer Thomas Schäfer, der erst mehrere klare Torchancen zur Vorentscheidung vergab und dann auch noch so lange meckerte, bis er die Gelb-Rote Karte sah.

 

Berod wurde seiner Favoritenrolle zunächst gerecht und ging schon nach zehn Minuten durch Martin Müller in Führung, weil dieser alleine vor dem Tor die Nerven behielt und Torhüter Dennis Preuschoff zum 1:0 tunnelte. Vor der Halbzeit hätten die Gastgeber diesen Vorsprung zwingend ausbauen müssen. Aber in der 40. Minute kratzte Maximilian Schupp einen Schuss von Alexander Schneider von der Linie, und unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff schob Thomas Schäfer den Ball freistehend am Tor vorbei.

Nachdem Schäfer in der 50. Minute eine weitere Riesenchance vergeben hatte, folgte eine Minute später die Quittung in Form des Ausgleichs. Und der war mehr als sehenswert: Stefan Deusner schoss den Ball nach Bastian Schupps Vorarbeit aus 18 Metern genau in den Winkel. Aber Berod steckte den Rückschlag gut weg und kam direkt nach dem Anstoß zum 2:1 durch Mario Pavelic (52.), der davon profitierte, dass Nieverns Hintermannschaft vergeblich auf Abseits spekuliert hatte.

Auf Nieverns Seite verpasste Christoph Schupp nach 57 Minuten eine hervorragende Ausgleichsmöglichkeit, bevor erneut Schäfer (70.) und Martin Müller (71.) den Sack nicht zumachten. Wieder ließ die Strafe nicht lange auf sich warten: In der 82. Minute hielt der zuvor angeschlagene SC-Torwart Deniz Sakalakoglu einen Weitschuss nicht fest, und Joker Felix Waldorf staubte zum 2:2-Endstand ab. Danach flog Schäfer noch vom Platz (85.), weil er ständig meckerte. Allerdings hatte Schiedsrichter Berkan Kaya offensichtlich zunächst übersehen, dass Berods Spielertrainer im ersten Durchgang bereits verwarnt worden war, denn die Hinausstellung erfolgte mit Verzögerung.

 

Anschließend war Schäfer über drei Dinge verärgert: "Erstens bin ich sehr unzufrieden darüber, dass ich so viele Chancen vergeben habe, zweitens war die Chancenverwertung der gesamten Mannschaft unbefriedigend und drittens hat der Schiedsrichter sehr schlecht gepfiffen. Aber trotz allem waren wir klar besser und hätten gegen eine Mannschaft wie Nievern nie zwei Tore kassieren dürfen."

 


Hundsangen lässt beim 2:2 gegen Berod zu viele Chancen ungenutzt

Fußball - Die SG Hundsangen/Obererbach büßt in der Spitzengruppe der Fußball-Bezirksliga Ost weiter Punkte ein. Beim 2:2 (2:1) gegen den kampfstarken SC Berod-Wahlrod vergab das Team von Ralf Hannappel zu viele gute Torgelegenheiten.

Als Schiedsrichter Dirk Huster, der die über die gesamte Spielzeit umkämpfte Partie jederzeit sicher im Griff hatte, abpfiff, war die Gemütslage beider Trainer verständlicherweise äußerst gegensätzlich.

"Manchmal sollte man seinen Ansprüchen auch mal Taten folgen lassen", meinte Hundsangens völlig enttäuschter Ralf Hannappel, "das war heute definitiv zu wenig, um vorne dran zu bleiben."

Seine Mannschaft startete gut in die Partie, erspielte sich klare Feldvorteile und führte nach 20 Spielminuten bereits mit 2:0. Eine tolle Hereingabe von Simon Fein hatte Benjamin Lüpke per Direktabnahme bereits nach fünf Minuten im Gästegehäuse untergebracht. Der zweite Lüpke-Treffer war dann ebenso wuchtig wie sehenswert. Aus spitzem Winkel hämmerte der Hundsangener den Ball an Berods Torpfosten, von dort sprang der Ball dann zum zweiten Mal über die Torlinie (20).

Das war für Berods Spielertrainer Thomas Schäfer an alter Wirkungsstätte dann doch zu viel. Angeschlagen auf der Bank sitzend, wechselte er sich neun Minuten später ein und brachte sofort Druck in das Spiel. "Es war schon ein Risiko ins Spiel zu gehen", so Schäfer, "aber in der Situation brauchte meine Mannschaft einen Führungsspieler." Seine Elf hatte dann in der 33. Minute auch die erste dicke Gelegenheit, als Felix Velten eine schöne Hereingabe von Martin Müller aus kurzer Entfernung nur knapp über das Hundsangener Tor schlenzte.

Die Gastgeber blieben weiter stark, ein satter Schuss von Daniel Hannappel aus etwa 30 Metern strich nur hauchdünn über die Torlatte (37.) Das Schäfer-Team ließ aber nicht locker und markierte noch vor der Halbzeitpause den Anschlusstreffer. Müller traf von der Strafraumgrenze - leicht abgefälscht - zum 2:1-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel ging es dann munter weiter, die Hannappel-Elf erspielte sich eine optische Feldüberlegenheit und die klareren Torchancen. So traf Fabian Steinebach in der 66. Minute nur den Torpfosten, sechs beziehungsweise acht Minuten später scheiterte Lüpke zweimal am starken Beroder Schlussmann Deniz Sakalakoglu, der jeweils glänzend reagierte.

Die Gäste hielten die Partie weiter spannend, stießen immer wieder mit gefährlichen Kontern in die zum Schluss zu sorglos agierende Hundsangener Abwehrkette.

Nachdem Leutrimm Husaj in der 85. Minute nochmals aussichtsreich gegen Sakalakoglu gescheitert war, markierte Schäfer selbst zwei Minuten später mit einer tollen Einzelleistung den 2:2-Ausgleichstreffer. "Wenn man im gegnerischen Strafraum zu viele gut herausgespielte Chancen vergibt und selbst in der Abwehr Unruhe schafft, kommt so ein Ergebnis zustande", meinte Hannappel. Schäfer hingegen war rundum zufrieden: "Wir haben uns den Punkt erkämpft und verdient."

 

Von unserem Mitarbeiter Klaus Sackenheim

 

Statistik

Hundsangen: Kraft - Pineker (67. Loch), Leonardi, Reiner, Sprenger - F. Steinebach, Lüpke, Husaj, D. Hannappel - Fein (77. Fonzo), Werner (57. Bartsch).

Berod-Wahlrod: Sakalakoglu - Jakobi, Henzel, Hähr, Land (73. Bräuer) - Schneider, Müller, Brandenburger (29. T. Schäfer), Neumann (76.Keeler) - Pavelic, Velten.

Schiedsrichter: Dirk Huster(Kasdorf).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0, 2:0 Benjamin Lüpke (5., 20.) 2:1 Martin Müller (40.), 2:2 Thomas Schäfer (87.).



 SC Berod-Wahlrod entscheidet das Duell der Nachbarn gegen die SG Puderbach mit 3:0 klar für sich

Fußball - Nach dem Spiel der Fußball-Bezirksliga Ost zwischen dem SC Berod-Wahlrod und der SG Puderbach strahlten die Gastgeber mit der Sonne um die Wette. In einem mäßigen Derby hatten sie Puderbach verdient mit 3:0 (1:0) besiegt. Berods Spielertrainer Thomas Schäfer, der wegen eines Rippenbruchs pausieren musste, war stolz: "Wir haben genau das umgesetzt, was vorher besprochen wurde. Jeder hat sich bei den hohen Temperaturen gequält, wobei ich von der Aggressivität des Gegners ein wenig enttäuscht war."

Gäste-Coach Michael Roos war enttäuscht: "Das war eine katastrophale Vorstellung und eine verdiente Niederlage. Wir haben uns weder an die Marschroute gehalten noch Zweikämpfe bestritten. Die Einstellung stimmte heute überhaupt nicht." Dabei erwischten die Gäste den besseren Start. Daniel Seuser hatte aus kurzer Distanz die Gelegenheit zur Führung (6.). Sein Drehschuss aus elf Metern konnte Berods Schlussmann Deniz Sakalakoglu gerade noch zur Ecke klären. Die anschließende Ecke war gefährlich, doch auch Andreas Heringers Kopfball parierte Sakalakoglu. Nach dem flotten Beginn flachte die Partie ab, beide Abwehrreihen fanden immer besser ins Spiel. Es dauerte es bis zur 31. Minute, ehe die Gastgeber mit einem gefährlichen Aufsetzer von Timo Land ein erstes Ausrufezeichen setzten. Kurze Zeit später wollten die Hausherren ein Foul an Mario Pavelic im Strafraum gesehen haben, doch Schiedsrichter Marco Huber verwarnte Berods Stürmer für seine Schwalbe (35.). Auf der Gegenseite hatte Kapitän Andre Neitzert Pech mit einem Distanzschuss (44.). Als sich die Zuschauer schon mit einem torlosen Remis zur Pause abgefunden hatten, schlug Berod zu. Mario Pavelic hatte nach einer feinen Einzelleistung Timo Land bedient, der aus 16 Metern Gäste-Keeper Julian Schmitz keine Chance ließ (45.).

Mit viel Wut im Bauch kamen die Gäste aus der Kabine. Doch gleich der erste Konter brachte die Entscheidung. Nach einer Standardsituation schaltete Sakalakoglu blitzschnell. Seinen Abschlag leitete Mario Pavelic auf Martin Müller, der aus 18 Metern traf (51.). Nur zwei Minuten später entlud sich der Frust der Gäste, als es Christian Schuster bei einem Revanchefoul nur auf die Beine von Alexander Schneider abgesehen hatte - Rot. Das Spiel schien entschieden, als Daniel Seuser die große Chance zum Anschlusstreffer hatte. Er scheiterte am glänzend aufgelegten Sakalakoglu (67.). Berod lauerte auf Konter - auch in der letzen Spielminute, als Gäste-Keeper Schmitz sich nur mit einem Foul an Pavelic zu helfen wusste. Der Gefoulte verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (90.).



 Bad Ems lässt Chancen liegen und verliert

Fußball - Bittere Heimpleite für den VfL Bad Ems in der Bezirksliga Ost: Das Team von Trainer Frank Wendland verlor auf der Silberau gegen den SC Berod-Wahlrod mit 1:2 (0:0). Die Gäste aus dem Westerwald drehten einen zwischenzeitlichen Rückstand und profitierten am Ende von einer numerischen Überzahl auf dem Platz.

Die Geschichte der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Eine Großchance für Bad Ems gleich zu Beginn, eine Großchance für Bad Ems kurz vor der Pause - dazwischen boten beide Teams bei warmen Temperaturen Sommerfußball der Marke unspektakulär. Dennoch hätten die Gastgeber führen müssen, denn schon nach zwei Minuten lief Dennis Gilberg alleine auf Gästekeeper Deniz Sakalakoglu zu, brachte das Leder aber nicht in den Maschen unter. Gleiches misslang auch Marco Jockel in der 44. Spielminute: Dennis Gilberg hatte stark von links geflankt, der Kopfball von Jockel aber flog knapp am linken Pfosten vorbei.

Und doch lief es zu Beginn der zweiten Hälfte auf einen Heimsieg hinaus: Matthias Staudt hatte in den Strafraum geflankt, Nicholas Liefke das Leder unbedrängt aus sieben Metern ins Tor geköpft (52.). Doch der VfL machte jetzt den Fehler, den taumelnden Gegner nicht endgültig in den "Ringstaub" zu schicken. Ein schwacher Freistoß von Nicholas Liefke über das Tor (56.), ein starker Schuss von Liefke aus 18 Metern, den der Gästetorhüter entschärfte (57.) und ein Kopfball von Marco Jockel, der noch zur Ecke geklärt werden konnte (59.) - Berod-Wahlrod hätte sich nicht über einen zweiten Gegentreffer beschweren dürfen. Doch die Gäste belebten zwischen der 60. und der 66. Minute das eigene Offensivspiel mit drei Einwechslungen. Besonders Damian Henzel und Justin Keeler waren sofort im Spiel, brachten die Zuordnung beim VfL durcheinander. So konnte Thomas Schäfer nach einem Traumpass von Mario Pavelic in die Schnittstelle VfL-Viererkette das Laufduell gegen Vernatius Emeka gewinnen, Keeper Bastian Staudt ausspielen und zum 1:1 einschieben (67.). Überraschend zu diesem Zeitpunkt.

Als zudem Matthias Staudt nach einem normalen Zweikampf eine fragwürdige Gelb-Rote Karte sah (78.), erhöhte der SC noch einmal den Druck und kam per direktem Freistoß noch zum Siegtreffer: Mario Pavelic krönte seine starke zweite Hälfte mit dem 2:1 (82.).

"Wenn man seine Chancen nicht nutzt, dann ist man es am Ende selbst schuld, wenn ein solches Spiel noch verloren wird", ärgerte sich VfL-Trainer Frank Wendland. "Da war mehr möglich."

"Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig investiert", sagte Gäste-Spielertrainer Thomas Schäfer. "Wir wollten das Spiel in der zweiten Halbzeit mit den drei Einwechslungen beleben, was uns sehr gut gelungen ist. Ich bin froh, dass es die Mannschaft noch geschafft hat, den Schalter noch umzulegen und zu gewinnen."


 Der Gewinner des Bezirksliga-Nachholspiels in Stahlhofen rückt ins Mittelfeld vor

Bezirksliga Ost - Die FSG Stahlhofen/Holler holt in der Bezirksliga Ost am Mittwoch, 19.30 Uhr, ihr Punktspiel gegen den SC Berod-Wahlrod nach, das am 26. August wegen eines heftigen und lange andauernden Gewitters nicht angepfiffen werden konnte. Beide Mannschaften waren am vergangenen Wochenende erfolgreich. Das gastgebende Team von Spielertrainer Timo Kelterbach feierte mit dem 5:2-Sieg bei der DJK Neustadt-Fernthal endlich den ersten Dreier dieser Spielzeit. Der SC Berod-Wahlrod bezwang zu Hause in einer ebenso torreichen und turbulenten Begegnung das Schlusslicht SG Miehlen/Nastätten denkbar knapp mit 4:3. Für die Gastgeber wird es unter anderem darauf ankommen, Berod-Wahlrods Spielertrainer Thomas Schäfer auszuschalten, der gegen Miehlen zwei Treffer selbst erzielte und die beiden anderen vorbereitete. Der Gewinner der Partie am Mittwochabend wird den Sprung ins sichere Tabellenmittelfeld schaffen. Derzeit weisen die Stahlhofener sechs, die Gäste sieben Punkte auf. Unser Foto entstand in der vergangenen Saison beim Spiel in Stahlhofen, als sich die FSG (in der Bildmitte Ilir Malici) im April gegen den SC Berod-Wahlrod (am Ball Thomas Schäfer) deutlich mit 3:0 durchsetzte.


Berod erarbeitet sich wichtigen Sieg

Fußball-Bezirksliga Ost - In der Fußball-Bezirksliga Ost lieferten sich der SC Berod-Wahlrod und die SG Miehlen zwar kein hochklassiges Duell, dafür war das Spiel aber jederzeit spannend und unterhaltsam. Und das knappe 4:3 (2:2) für Berod entsprach auch den gezeigten Leistungen.

 

Schon in der ersten Minute vergab Miehlens Lars Leibig eine Kopfballchance, und nach fünf Minuten ließ Felix Velten auf der Gegenseite eine Riesenmöglichkeit aus. In diesem Rhythmus ging es dann auch weiter. Nach sieben Minuten landete ein abgefälschter Freistoß von David Hübel zum 0:1 im Beroder Tor, aber die Miehlener Führung währte nur drei Minuten. Der Ausgleich entsprang ebenfalls einem Freistoß. Berods Spielertrainer Thomas Schäfer hob den ruhenden Ball von rechts in den Strafraum, wo Mario Pavelic unbedrängt zum 1:1 einköpfen konnte.

Nachdem Deniz Sakalakoglu seine Mannschaft bei einem Freistoß von Michele Saal mit einer sehenswerten Parade vor einem neuerlichen Rückstand bewahrt hatte (24.), ging Berod eine Minute später nach einem Konter erstmals selbst in Führung. Thomas Schäfer setzte Martin Müller in Szene, der fiel nach seinem Treffer zum 2:1 mit viel Schwung ins Netz und musste fünf Minuten behandelt werden. Miehlen nutzte die zeitweilige Überzahl nach einer halben Stunde zum 2:2 durch einen Kracher von Julian Walter aus zwölf Metern ins kurze Eck.

Das Torfestival wurde gleich nach der Pause fortgesetzt. Jetzt spielte Mario Pavelic den Ball in den Lauf von Thomas Schäfer. Dieser drang in den Strafraum ein und erzielte aus halblinker Position das 3:2 (48.). Aber wieder war die Freude nur von kurzer Dauer, denn schon zwei Minuten später stand es abermals unentschieden, weil Steffen Schmidt von der Strafraumgrenze zum 3:3 einschoss.

Das entscheidende 4:3 von Thomas Schäfer in der 65. Minute war fast eine Kopie des 3:2, nur dass diesmal Damian Henzel die Vorarbeit geleistet hatte. Anschließend ließ Berod keinen weiteren Gegentreffer mehr zu und hätte bei Kontern leicht noch deutlicher gewinnen können.

"Ich bin sehr zufrieden, dass bei uns die Einstellung heute gestimmt hat", sagte SC-Spielertrainer Thomas Schäfer, der mit zwei Toren und zwei Vorlagen Mann des Tages war: "Wir haben nicht überragend gespielt und in der Abwehr einige Fehler gemacht, aber wir haben uns die drei Punkte erkämpft und verdient."

Miehlens Trainer Rüdiger Graden haderte: "Wir haben zuviel verschenkt und in der Abwehr streckenweise dilettantisch agiert. Das vierte Tor war abseits."



SC Berod-Wahlrod stellt im Mons-Tabor-Stadion die besseren Wassertreter

Bezirksliga - Auf der einen Seite war es ein Kampf gegen das Wetter mit wolkenbruchartigem Regen, Gewittern und zwei Spielunterbrechungen. Auf der anderen Seite wurde nach dem Ball gerutscht und wurden Versuche gestartet, auf der Westerwälder Seenplatte, auch Mons-Tabor-Stadion genannt, Fußball zu spielen. Und dann gab es auch noch ein Ergebnis im Meisterschaftsspiel der Bezirksliga Ost zwischen dem TuS Montabaur und dem SC Berod-Wahlrod: Die Gäste erwiesen sich über die gesamten 90 Minuten als die besseren Wassertreter und setzten sich nicht unverdient mit 3:2 (2:0) durch.

Dabei legten die Gäste den Grundstein zu diesem Erfolg bereits vor der Pause, als sich die Abwehr der Gastgeber individuelle Fehler in Serie leistete. "Wir hätten uns doch nicht wundern dürfen", so TuS-Trainer Gerd Schenkelberg, "wenn wir nach 45 Minuten bereits mit 0:5 im Rückstand gelegen hätten. Wir haben Berod die Chancen förmlich aufgelegt."

Doch nur Martin Müller nahm die Einladungen zum Toreschießen an. Treffer Nummer eins erzielte er per Heber (13.) nach einem Konter. Und das 2:0 resultierte aus einem direkt verwandelten Freistoß (21.) genau in den Winkel des Montabaurer Tores.

Was folgte waren ebenso verzweifelte wie auch fruchtlose Versuche der Gastgeber, Linie in ihr Spiel zu bringen, was jedoch auch durch zwei Spielunterbrechungen in der ersten Halbzeit erschwert wurde. Die erste erfolgte nach Blitz und Donner genau zu dem Zeitpunkt, als Montabaur erstmals ein Angriff bis zum Gästetor gelungen war (30.), die zweite folgte dann unmittelbar vor der Halbzeitpause.

Im zweiten Spielabschnitt wurde dann durchgespielt. Zunächst verpasste Berods Spielertrainer Thomas Schäfer die Entscheidung, dann machten sich in der bis dato sicheren Gästeabwehr unerklärliche Konzentrationsschwächen breit. So war es Hamit Dinler, der im Anschluss an einen Eckball daraus Kapital zum 1:2 schlug (56.), und zwölf Minuten später stand die Partie nach Tim Schenkelbergs abgefälschtem Schuss 2:2.

Genau mit diesem Treffer rückten die Montabaurer Akteure dann das Fußballspiel wieder in den Hintergrund und versuchten, ein Ergebnis zu verwalten, mit dem keiner zufrieden sein konnte. Auch der Gegner nicht, der erneut über Martin Müller einen Konter startete, den Felix Velten zum 3:2-Endstand (71.) über die Linie drückte. Sehr zur Freude von Spielertrainer Thomas Schäfer, der allerdings auch den Einbruch nach klarer Führung kritisierte: "Bis zur 56. Minute haben wir genau so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe - mit Einsatz, Wille und auch Spielkultur. Dann haben wir vergessen, dass man im Spiel die Konzentration über 90 Minuten hoch halten muss und den Gegner selbst aufgebaut. Ich denke aber, über die gesamte Spielzeit gesehen haben wir letztlich verdient gewonnen."

Was indirekt auch Schenkelberg bestätigte, der seinen Spielern eine Art von Lethargie vorwarf: "Berod hat uns gezeigt, wie man bei solchen Witterungsbedingungen zur Sache gehen muss. Es muss einfach in die Köpfe meiner Spieler rein, dass es auch in der Bezirksliga nicht genügt, Fußball zu spielen. Um hier erfolgreich zu sein, muss ich kämpfen und mir jeden Zentimeter auf dem Weg zum Sieg hart erarbeiten. Das haben wir in Nievern und in Herdorf nicht getan, und davon war auch heute kaum etwas zu sehen."


Montabaur: Faller - Leisenheimer, Sprenger, Atzinger (74. Zinser), Dinler - Kettler, Wincek, Schenkelberg, Bichert - Dervishay, Pineker.

Berod-Wahlrod: Sakalakoglu - Jakobi, Henzel, Neumann (74. Ünal), Hähr - Velten (79. Keeler), Land, Kuhfeld - Müller, Pavelich - Schäfer.

Schiedsrichter: Robert Depken (Koblenz)

Zuschauer: 45.

Tore: 0:1, 0:2 Martin Müller (13., 21.), 1:2 Hamit Dinler (56.), 2:2 Tim Schenkelberg (68.), 2:3 Felix Velten (71.).


Siegtal entscheidet Derby in Berod eindeutig für sich

Fußball-Bezirksliga Ost - Die Siegtaler Sportfreunde sind in der Fußball-Bezirksliga Ost weiter auf dem Vormarsch. Das torreiche Lokalduell beim SC Berod-Wahlrod entschieden die Gäste mit 6:3 (3:0) klar für sich.

Die Begegnung hatte noch gar nicht richtig begonnen, da war sie praktisch auch schon entschieden. Nach sehenswerter Vorarbeit von Slobodan Kresovic markierte René Nagel bereits in der sechsten Minute die Führung für die Gäste. Nur eine Minute später hielt SC-Torhüter Deniz Sakalakoglu einen Schuss von Ahmet-Ali Suicmez glänzend. Die nachfolgende Ecke und die Kopfballverlängerung von Nagel konnte Ugur Ünal auf der Linie noch klären, doch beim Schuss von Dennis Kohl aus 15 Metern war Sakalakoglu bereits das zweite Mal geschlagen. SC-Spielertrainer Schäfer merkte an: "Wenn man die Anfangsphase so verschläft, dann muss auch ich als Trainer mich hinterfragen, was wir falsch gemacht haben in der Vorbereitung auf so ein wichtiges Spiel."

Nur zehn Minuten später machten die Gäste dann bereits alles klar. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Sakalakoglu und Damian Henzel ging Suicmez dazwischen und schob den Ball zum 3:0 ein. Die Gäste profitierten von den Fehlern in der Hintermannschaft des SC und nutzten ihre Chancen konsequent aus. In der 35. Minute hätte Suicmez nachlegen können, aber sein Rechtsschuss ging nur an die Latte. Im Gegenzug vergab Schäfer die erste nennenswerte Gelegenheit für sein Team.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste zunächst feldüberlegen, André Schindler (53.) aus abseitsverdächtiger Position und Kresovic (62.) schraubten das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe. Mit der Auswechslung von Schindler ging der Abwehr der Sportfreunde die Stabilität verloren, Berod kam noch einmal ins Spiel zurück. Innerhalb von sechs Minuten ließen Mario Pavelic (66.), Schäfer (70.) und der eingewechselte Felix Velten (72.) die Zuschauer mit ihren Toren zum zwischenzeitlichen 3:5 noch einmal hoffen. Aber erneut Suicmez mit seinem zweiten Treffer nach mustergültigem Konter machte alles klar (76.).

Siegtals Trainer Heiko Bedranowsky war mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden: "Nach der schnellen Führung haben wir gut gespielt. Nach dem fünften Treffer wollten wir dann zaubern und dachten, das Spiel sei gelaufen. Wir wurschteln uns jetzt weiter durch und schauen mal, was dabei noch so rauskommt." Berods Schäfer stellte fest: "Wir haben technisch und taktisch grausame Fehler gemacht. Gegen so ein ausgebufftes Team wie Siegtal ist das viel zu wenig. Mit dieser Einstellung werden wir in der Liga 16."


Thomas Schäfer sichert Berod spät den ersten Punkt

Fußball-Bezirksliga Ost - Am dritten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost holte der SC Berod/Wahlrod durch das 2:2 (0:1) gegen die SG Westerburg den ersten Zähler der Saison. So recht schmecken mochte Berods Trainer Thomas Schäfer die Punkteteilung gegen den Aufsteiger allerdings nicht. "Wir betreiben einen Riesenaufwand, um zu Torchancen zu kommen, und verwerten davon zu wenig", haderte er.

Zu Beginn waren klare Torchancen Mangelware. Ein Distanzschuss von Matthias Wengenroth (6.) und ein Kopfball von Christian Hartmann (8.) waren die ersten noch harmlosen Annäherungsversuche der Gäste in Richtung SC-Tor. Gefährlicher wurde es nach 20 Minuten: David Gläser, auffälligster Akteur im ersten Durchgang, setzte sich über die linke Seite durch, seine scharfe Hereingabe klärte Ugur Ünal aber vor der Linie. Von den Hausherren war in der Anfangsphase noch wenig zu sehen, die Verunsicherung nach den beiden Auftaktniederlagen war der Mannschaft anzumerken. Die erste gelungene Offensivaktion des SC hätte allerdings schon das 1:0 bedeuten können. Schäfer legte von links zurück auf den freistehenden Alexander Schneider, dessen Schuss aus zehn Metern knapp über das Tor flog (26.). Auf der anderen Seite legte Gläser quer zu Ferhat Alici, dessen Schuss SC-Keeper Deniz Sakalakoglu parierte (32.). Für Berod verpasste Schäfer am langen Pfosten nach einer Flanke von Martin Müller (34.). Eine Ecke von Schäfer flog an die Latte, den Nachschuss setzte Schneider erneut drüber (43.). Das rächte sich: Alici traf nach starker Vorarbeit von Gläser zur Westerburger Führung (44.).

Die Hausherren kamen entschlossener aus der Kabine und hatten in der Folge beste Möglichkeiten zum Ausgleich durch Schneider (51.), Schäfer (60.), Damian Henzel (64., 66.) und Felix Velten (65.). Entweder wurde das Ziel aber knapp verfehlt, oder SG-Torhüter Carsten Wolf war zur Stelle. In der 67. Minute erzielte Schneider dann den mittlerweile hochverdienten Ausgleich. Die Freude darüber währte allerdings nicht lange: Berods Hintermannschaft gewährte Westerburgs Spielertrainer Oliver Meuer genügend Zeit, sich im Strafraum den Ball zurecht zu legen. Sein Schuss landete zur erneuten Gästeführung im Netz (72.). Zwei Minuten später wurde Damian Henzels Kopfball auf der Linie geklärt, der anschließende Kopfball von Mario Pavelic flog an die Latte.

In der Schlussphase gelang dem SC dann doch noch der Ausgleich. Dennis Hähr legte für Schäfer auf, dessen Schuss Wolf zwar noch berührte, das 2:2 aber dennoch nicht verhindern konnte (89.).

 


Stefan Schäfer gewinnt Bruder-Duell

Fußball-Bezirksliga Ost - Gleich am ersten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost kam es zum Duell der Zwillingsbrüder. In der vergangenen Saison waren Thomas und Stefan Schäfer noch als Spielertrainer für den SC Berod/Wahlrod im Einsatz. Jetzt standen sich beide beim Spiel des SC gegen die SG Guckheim gegenüber. Das bessere Ende hatte der gewechselte Stefan Schäfer für sich, sein Team siegte mit 2:1 (1:1).

Stefan Schäfer setzte auch die ersten Akzente im Spiel. Zuerst prüfte er Deniz Sakalakoglu aus der Distanz (1.), zwei Minuten später sah er nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Die Hausherren waren in der Anfangsphase leicht feldüberlegen und gingen nach zehn Minuten in Führung. Damian Henzel kam nach Ecke von Justin Keeler freistehend zum Kopfball. "Der Rückstand nach einer Standardsituation kann passieren, aber die Mannschaft hat super reagiert", analysierte Stefan Schäfer.

Der SC zog sich in der Folge immer weiter zurück und überließ die Initiative den Gästen, die die reifere Spielanlage zeigten. Nachdem Niclas Schneider noch knapp gescheitert war (29.), traf fünf Minuten später Konstantin Krjutschkov zum 1:1. Von der Strafraumgrenze hob er den Ball überlegt über Sakalakoglu hinweg ins Tor. Auf der anderen Seite scheiterte Thomas Schäfer aus spitzem Winkel an SG-Keeper Patrick Henschel (38.).

Kurz nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung: Nick Neumann brachte Guckheims Neuzugang Mario Wasna im Strafraum zu Fall - Stefan Schäfer verwandelte den Elfmeter sicher (51.). Danach verpasste die SG die endgültige Entscheidung: Wasna (57.) und Krjutschkov (70.) schossen jeweils knapp am Tor vorbei. Die Gastgeber versuchten zwar in der Schlussphase, noch mal Druck nach vorne zu entwickeln, Kuhfeld (75.) und Schäfer (78.) zielten aber zu ungenau. Die beste Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, verpasste der eingewechselte Jannis Fröhlich nach Zuspiel von Tobias Kuch (81.). Fröhlich stand sechs Minuten später erneut im Mittelpunkt des Geschehens, nach einem groben Foulspiel gegen Thomas Schäfer sah er die Rote Karte. In Unterzahl versäumten die Guckheimer es, ihre Konter konsequent zu Ende zu spielen, konnten den Vorsprung aber ins Ziel retten.

Stefan Schäfer freute sich über den Saisonauftakt: "Wir haben es versäumt, früher den Sack zu zumachen. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung." Das Fazit von Thomas Schäfer fiel nüchterner aus: "Wir haben das Spiel nach der Führung aus der Hand gegeben, haben aber auch einen klaren Elfmeter nach einem Handspiel nicht bekommen. Der Wille war zwar da, aber spielerisch war das zu wenig."

 



Neuzugänge 1. Mannschaft


Neu in der Mannschaft sind Martin Müller (Siegtaler Sportfreunde), Timo Land (SG Ingelbach), Ugur Ünal (VfB Wissen) und Sebastian Becker (SG Müschenbach/Hachenburg A-Jugend) sowie aus der eigenen Jugend Justin Keeler, Felix Velten, Nick Neumann und Nick Bräuer. Verlassen haben den SC Stefan Schäfer (Spielertrainer SG Guckheim), Tim Weber, Benjamin Strunk (beide FC Kirburg), Daniel Gansäuer und Marcel Fischer (beide umgezogen). Die Mannschaft von Spielertrainer Thomas Schäfer befindet sich im zweiten Jahr der Ligazugehörigkeit im Umbruch.


Quelle: RZ-Online (Rhein-Zeitung)